In der Nacht auf Freitag, 13. Februar wurden wir durch unsere Pager und mehrerer Sirenen unsanft aus dem Schlaf gerissen, die Alarmierung lautete "Brand landwirtschaftliches Objekt". Nachdem wir am Brandort in Aubach in Haag/Hausruck ankamen, stand der Bauernhof schon in Vollbrand. Die ersten Kameraden wurden beauftragt eine Zubringerleitung gemeinsam mit anderen Feuerwehren zu legen. Unser erster Atemschutztrupp rückte dann in den Innenhof vor, wo eine Brandmauer geschützt werden musste. Gleichzeitig wurde im Inneren die Brandbekämpfung mit Hilfe von zwei C-Rohren durchgeführt. Wenig später kam auch ein zweiter Atemschutztrupp zum Einsatz, welcher aufgeteilt wurde, da ein Kamerad mit schwerem Atemschutz im Korb der Drehleiter benötigt wurde. Gemeinsam mit einem Feuerwehrmann der Feuerwehr Grieskirchen wurde hier die Brandbekämpfung von oben durchgeführt. Gleichzeitig wurde das gelagerte Stroh, welches zu Quaderballen gepresst war, mit Hilfe eines Baggers entfernt und anschließend abgelöscht.
Insgesamt waren 13 Feuerwehren mit mehr als 180 Feuerwehrmännern und -frauen vor Ort. Trotz des enormen Schadens konnte das Wohnhaus und das angrenzende Stallgebäude gerettet werden und auch die Großzahl der Rinder und Kälber konnte in Sicherheit gebracht werden.
Ein großer Dank gilt der Familie, die alle Einsatzkräfte mit Getränken und Speisen versorgte. So konnten wir nach über sieben Stunden zurück nach Hause fahren um den entfallenen Schlaf nachzuholen.
Pressebericht der Polizei vom 13.02.2026 um 18:31 Uhr:
Vierkanthof stand in Vollbrand Bericht und Nachtrag
Die Brandstelle wurde am 13. Februar 2026 von der Brandgruppe des Landeskriminalamtes gemeinsam mit einem Sachverständigen der Brandverhütungsstelle für OÖ begutachtet. Aufgrund des Zerstörungsrades des Gebäudes sowie der großen Menge des gelagerten Heues gestaltete sich die Brandursachenermittlung als besonders langwierig. Es konnte festgestellt werden, dass im Kälberstall Wärmelampen über drei Kälberboxen montiert waren. In der mittleren Kälberbox wurde vermutlich durch ein Kalb die Wärmelampe zu Boden gestoßen. Dadurch entzündete sich das dort liegende Stroh bzw. der Kunststoffboden. Durch eine Heuluke im Deckenbereich konnte sich der Brand schnell auf den darüberliegenden Heuboden ausbreiten. Durch den Brand wurde einer der beiden Rinderställe zur Gänze zerstört. Der zweite konnte durch das rasche Einschreiten der Feuerwehren gerettet werden. Der Brandschaden dürfte im sechsstelligen Euro-Bereich liegen. Beim Brand wurden keine Personen verletzt, jedoch verendeten 14 Kälber und zwei Ziegen.
Ursprüngliche Presseaussendung vom 13. Februar 2026:
Zu einem Vollbrand eines Vierkanthofes kam es am 13. Februar 2026 gegen 0:55 Uhr im Bezirk Grieskirchen. Bei einer Erstbefragung gab die 42-jährige Hofbesitzerin an, dass sie aufgrund der eigenartigen Geräusche zunächst dachte, dass es hageln würde. Als sie jedoch aus dem Fenster blickte, sah sie bereits wie der obere Stock der Stallung Feuer gefangen hatte. Daraufhin wählte die Frau sofort den Feuerwehr-Notruf. Insgesamt waren 13 umliegende Feuerwehren mit etwa 185 Einsatzkräften im Löscheinsatz. Laut Angaben der 42-Jährigen befanden sich zum Brandzeitpunkt nur einige der rund 168 Rinder und Jungrinder im Stall, wodurch derzeit davon auszugehen ist, dass vermutlich rund 20 Jungrinder im Feuer verendeten. Ein Feuerwehrmann wurde aufgrund eines Kreislaufzusammenbruches zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Brandursache und Schadenshöhe sind noch unbekannt.
Weitere Informationen zum Einsatz finden Sie unter:
https://ooe.orf.at/stories/3341769
https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/13-feuerwehren-bei-bauernhofb...
Bericht: BI David Kössldorfer
Fotos: BI d.F. Jakob Mairhofer, BI David Kössldorfer